Web Communication & Information Systems BB
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FASZINATION WORLD WIDE WEB

Prof. (FH) Dipl. Inf. Karsten Böhm

Ihre Studierenden aus dem Studiengang Web Business & Technology haben im Zuge einer Fallstudie mit Prof. (FH) Dr. habil. Mario Döller eine App für die Festung Kufstein entwickelt – was sagen Sie als Studiengangsleiter über dieses Projekt?

Dies ist ein idealtypisches Projekt, sowohl für den Studiengang als auch für den Themenbereich Web. Hier werden 2 Komponenten zusammengefasst, die so normalerweise nicht zusammen vorkommen. Die Festung Kufstein würde man normalerweise nicht mit Technologie in Zusammenhang bringen, es ist ein Wahrzeichen. Die mobile web-affine Technologie verändert Sehenswürdigkeiten wie diese und ermöglicht es dem Ausflugsziel, so vielleicht neue Besuchergruppen zu akquirieren. Eine Möglichkeit wäre beispielsweise kindergerechte Touren anzubieten, oder mit der Stadt Kufstein gemeinsam Veranstaltungen über die App zu publizieren. Das Projekt hat keinen Start und keinen Endpunkt, die Möglichkeiten der Weiterentwicklung sind unbegrenzt. Auch das Themengebiet Augmented Reality spielt hier eine Rolle, in weiterer Folge könnte diese Technologie in der App angewandt werden und so dem Besucher Informationen in einem ganz neuen Kontext anders präsentiert bieten. Die Technologie wird hier natürlich auch vor eine große Herausforderung gestellt, das Gemäuer innerhalb der Festung ist beispielsweise sehr dick, dadurch hat man wenig W-Lan Empfang, dieser ist aber unersetzbar für die App. Die Studierenden konnten sich sehr gut mit dem Projekt identifizieren und auch ihrer Kreativität freien Lauf lassen, dadurch war das Engagement der Projektgruppe besonders hoch. Die Kooperation mit der Festung Kufstein wird im Sommersemester fortgesetzt werden und ich bin sehr gespannt wie sich diese dann noch entwickeln wird.

Welche Projekte dürfen sich Studierende im Studiengang Web Business & Technology beispielsweise erwarten?

Wie schon vorhin erwähnt werden wir das App Projekt mit der Festung Kufstein fortführen, außerdem werden wir uns in den Praxisprojekten mit der Holzbranche beschäftigen – Holz und Web passen nicht zusammen meinen Sie? Dann warten Sie das kommende Praxisprojekt ab.

Welche Bedeutung haben mobile Applikationen in den nächsten Jahren noch? Wird dieser Trend abgelöst werden?

Das World Wide Web und der mobile Bereich werden komplett verschmelzen. Web-basierte Technologien werden funktionell erweitert, um als Anwendung auf mobilen Geräten ausgeführt werden zu können. Nutzung von web-basierten Diensten wird immer häufiger vom Handy aus gemacht, daher ist der Wunsch des Nutzers auch da, die Dienste entsprechend zu entwickeln. Im Unternehmensbereich hat sich daher die „Mobile First Strategie“ entwickelt, das heißt, dass heute oftmals zuerst mobile Plattformen entworfen werden, bevor man andere klassische Plattformen bedient. Durch die vermehrte Nutzung von mobile Geräten ergeben sich für die Anbieter wie auch den Nutzer andere Möglichkeiten, die Komplexität wird gesteigert. Wie der Nutzer zu den Informationen kommt wird immer vielfältiger, dadurch ergeben sich schöne Tätigkeitsfelder (Sicherheit im Web etc.) für unsere StudentInnen und AbsolventInnen. Der Trend entwickelt sich längst weg von der festinstallierten App hin zur Cloudapplikation, die Entwicklung in den nächsten Jahren wird sicherlich sehr spannend sein. Für den Endnutzer der App wird sich nicht wirklich was ändern, aber für die technische Seite macht dies einen großen Unterschied.

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